Wir sind eine kleine Kampfkunstschule in der schwäbischen Stadt Wiesensteig, dass auf den Namen "Shimboku" hört. Auf deutsch heißt das Freunde und genau das ist bei uns Programm. Nach dem Grundsatz: Jeder kann von jedem lernen, vereinen wir in unserem Dojo über 50 Kinder im Alter von 4 bis 13 und 20 Jugendliche/Erwachsene im Alter von 14 - 25.
Geschichte
Der Ursprung unseren heutigen Ju-Jitsus liegt in Indien. Der indische Mönch Bodidarma entwickelte das Prinzip des Zen-Gedanken, der viel Einfluss auf die späteren Prinzipien unserer Kampfkunst hatte und brachte ihn um 520 n. Chr. nach China.
Eine wichtige Rolle spielt das ebenfalls aus Indien stammende Tai-Chi, zu deutsch "Körperenergie". Von China gelangte die Kampfkunst schließlich auf die japanischen Inseln, wo es von den Samurais als Kampfmethode, um sich auch ohne Waffen verteidigen zu können, ausgeübt wurde.
Erstaunlich ist jedoch, dass ausgerechnet ein Deutscher die Geschichte des Ju-Jitsu weiter bestimmt. Der deutsche Hofrat Dr. Erwin von Baelz (1849-1913), der an der Universität in Tokio beschäftigt war, sollte ein Körperertüchtigungsprogramm für japanische Studenten entwickeln. Baelz selbst nahm Unterricht in japanischen Kampfkünsten und fand diese als geeignet für seine Studenten, unter denen sich unter anderem auch Jigoro Kano (1860-1938) befand, welcher sich sehr für dieses Projekt interessierte und so auf die Kampfkunst Ju-Jitsu aufmerksam wurde.
Er studierte sie sorgfältig, nahm Unterricht bei verschieden Meistern und entwickelte eigene Kampftechniken, z.B. Würfe (Kata-Guruma, Uki-Goshi, Tsuri-Komi-Goshi), welche ihn auf die Idee brachten, Ju-Jitsu zu reformieren, um es auch für Jugendliche attraktiver zu machen. Bisher war das Ju-Jitsu nur auf die Kampftechniken beschränkt, die Schulung des Geistes sollte nun wie die Ausbildung körperlicher Fähigkeiten durch Kano eine gleichrangige Position im Training erhalten. Aus diesem Grund entfernte er einige Schlag-, Tritt-, oder Stoßtechniken.
1882 eröffnete Kano sein erstes Dojo in Tokio, das später einmal Kodokan Dojo heißen sollte. Kano hielt seine neuen Prinzipien des reformierten Ju-Jitsu schriftlich fest. Daraus entwickelte er in den darauf folgenden Jahren das Judo, das sich später in ganz Japan verbreiten sollte. Bis an sein Lebensende hin unternahm er Reisen nach Europa und unterrichtete unter anderem in Deutschland und England Ju-Jitsu. Kano gilt deshalb als der Wiederentdecker und "Verbesserer" in der Geschichte des Ju-Jitsus schlechthin.
In Deutschland wurde das Ju-Jitsu vor allem durch Erich Rahn bekannt, der 1920 einen Ju-Jitsu-Club gründete. Durch Bühnenauftritte wurde die Polizei auf ihn aufmerksam und bat ihn, die Polizei in Ju-Jitsu auszubilden um den Kampf ohne Waffe wie Schlagstock oder Pistole zu verbessern
Diese Ausbildung wird bis heute fortgesetzt und so kam auch unserer Sensei Eugen Keim (von Beruf Polizist) zum Ju-Jitsu, das er inzwischen schon seit 1979 ausübt.
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